41. Internationale Oderrundfahrt

Als ein weiteres Highlight der Saison standen letzte Woche 5 Elite-Fahrer des KRV in Frankfurt bei der Oderrundfahrt am Start. Gegen die deutsche Bahn-Nationalmannschaft und Teams aus ganz Deutschland und Holland hieß es hauptsächlich Erfahrung sammeln, aber es gab auch sportliche Highlights.

Johannes, Falk, Jakob, Jan und Gregor machten sich zusammen mit Luca Hey als Betreuer am Donnerstag auf den Weg nach Frankfurt. Dort sollte Abends der Auftakt mit 50 Runden auf einem schweren 1,5 km Rundkurs in der Innenstadt stattfinden.

Nils musste leider kurzfristig aufgrund seiner Corona-Infektion passen und auch Johannes musste leider im Laufe des Rennens feststellen, dass er angeschlagen war. Er konnte seine Leistung überhaupt nicht abrufen und reiste direkt wieder ab, um die anderen nicht anzustecken. 

Durch sein vorzeitiges Aussteigen blieb ihm immerhin der Regenguss erspart, der die 4 verbliebenen KRVler (und alle anderen Fahrer) vor etwas rutschige Bedingungen stellte. Insgesamt wurde zum Glück im Feld kein allzu hohes Risiko gegangen, trotzdem erwischte es Falk, als ein Fahrer vor ihm zu Boden ging und er nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Er konnte das Rennen aber ohne schlimmere Verletzungen fortsetzen. Gregor musste einmal einem rutschenden Fahrer ausweichen, was ihn um ein Haar den Anschluss an das Hauptfeld kostete. Er konnte sich aber wieder zurückkämpfen und beendete das Rennen im Hauptfeld. Es siegte Bahn-Weltmeister Theo Reinhardt im Sprint einer 5er Ausreißergruppe.

Nach 162 km Rennen kann man schon mal etwas müde werden...

Die zweite Etappe am Freitag Nachmittag war dann vom Kurs her unspektakulär: 10,8 km Runde, 3 Höhenmeter, etwas Wind. Für die Jungs waren es eher die 15 Runden, die sich zu 162 km summierten, die das Ganze aufregend machten. Leider ließ die Bahn-Nationalmannschaft schnell eine 3-köpfige Spitzengruppe fahren und kontrollierte das Rennen hinten. Da der Wind immer mal wieder für Windkanten-Situationen sorgte, wollten alle vorne fahren und da das Rennen im Feld nicht "schwer" war, wurde es immer wieder hektisch. So kam es immer wieder zu brenzligen Situationen und in der vorletzten Runde dann auch zum Massencrash, an dem locker die Hälfte der gut 100 Starter beteiligt war. Auch unsere Jungs waren alle betroffen. Gregor lag mitten drin und musste hinterher erstmal sein Rad richten, die anderen konnten bremsen, bzw. "in die Wicken" ausweichen. Zusammen mit Jakob ging Gregor auf die Jagd des Feldes, musste aber feststellen, dass er hinten auf dem 11er gefangen war, also nur noch 53/11 bzw. 39/11 treten konnte. Später stellte sich dann heraus, dass wohl eine Scheibenbremse das Schaltkabel zerschnitten hatte. Alle vier kamen heute hinter dem Feld ins Ziel. Gregor konnte ein wenig seine Erfahrung im Begleitwagenkonvoi ausspielen und kassierte "nur" ca. 1,5 Minuten Rückstand. Vorne wurde nach dem Sturz nämlich auf einmal doch schnell gefahren...

Der Samstag war dann sehr eng durchgetaktet. Um 10 Uhr startete das Einzelzeitfahren über 13 km in Podelzig. Es wartete mit einer rasanten Abfahrt, 9 ziemlich flachen Kilometern und einem giftigen Anstieg (Rückweg der erwähnten Abfahrt) kurz vor dem Ziel auf. Die Jungs gaben alle Gas, versuchten aber, sich nicht völlig auszuschießen, da am Abend noch ein Rundstreckenrennen auf fiesem Flandern-Terrain wartete. Nur Gregor ging all-in, um in der Gesamtwertung in Schlagdistanz zu bleiben. Für ihn stand am Ende der 29. Platz zu buche (1:40 Minuten hinter Sieger Jelle Johannink, dem Niederländischen Meister der Amateure).

Die Streckenbesichtigung des Zeisigbergs

Abends wurde der gleiche Kurs gefahren, wie im Zeitfahren, nur dass der Anstieg durch einen 16% Kopfsteinpflaster Helling, den Zeisigberg, ersetzt wurde. Die 11 km Runde war 7 mal zu fahren. Pünktlich zum Start zog ein heftiger Schauer durch und Wind setze ein, so dass die ersten Kilometer direkt zum Ausscheidungsfahren wurden. Bis zur ersten Passage des Kopfsteinpflaster-Anstiegs war Windkante angesagt und es entstanden mehrere Gruppen. Jan und Gregor konnten sich noch halbwegs vorne einreihen, Jan musste dann auf der Windkante aber irgendwann reißen lassen. Gregor stellte auch fest, dass er in der 3. Gruppe gelandet war. Am Anstieg konnte er die Lücke zur Gruppe davor aber schließen und war nun zusammen mit dem gelben und grünen Trikot in dem, was man am ehesten Hauptfeld nennen konnte. In allen Gruppen entwickelte sich der giftige Anstieg zum Scharfrichter. Gregor kannte den Anstieg bereits aus den Vorjahren und entwickelte hier schon früh eine Art Hassliebe - die anderen Fahrer mögen ihn einfach noch weniger ;-)

Nachdem die 7-köpfige Spitzengruppe in den letzten Runden eingeholt wurde, gab es natürlich ein großes Gewühl in der "Sprint"-Vorbereitung. Gregor war hier auf sich allein gestellt und fuhr viel zu weit hinten in das Pflaster. Viele andere waren aber zu früh all-in gegangen, oder kamen auf dem Pflaster schlechter zurecht, so dass Gregor als 5. oben um die Spitzkehre kam und sich vor dem Ziel sogar noch einen weiteren Fahrer "schnappen" konnte. Er kam als 4. ins Ziel und konnte durch die großen Zeitabstände zwischen den einzelnen Fahrern auch im Gesamtklassement einen großen Sprung machen und sich auf Platz 23 vorarbeiten. Der Ärger über das knapp verpasste Podium währte nur kurz. Die Freude über den starken 4. Platz überwog schnell.

Gregor wuchtet sich den Zeisigberg hoch

Jan, Falk und Jakob kämpften sich ebenfalls stark durch die Windkante und über das Pflaster. Sie hatten das Feld noch eine ganze Weile "auf Sicht", aber wie das in solchen Situationen so ist: langsam aber sicher werden die Löcher immer größer. Am Ende löste sich bei Jan durch die ständige Schüttelei noch der Sattel, so dass er seine Gruppe ziehen lassen musste. Trotzdem waren sich hinterher alle einig - diese Etappe ist einfach episch!

Den Abschluss der Rundfahrt bildete die Etappe in Seelow am Sonntag. Auf dem 7,5 km langen Rundkurs ging es wiederum rein in den Oderbruch, um am Ende einen schönen, rollenden Anstieg zum Ziel zu haben. Die 15 Runden mit etwas Windkante vergingen hier schnell, da ein zügiges, aber großteils machbares Tempo angeschlagen wurde. Gregor, Jan und Jakob konnten sich lange problemlos im Feld halten und wurden von Luca und Falk vom Rand angefeuert und mit Flaschen versorgt. Falk hatte sich entschieden, die letzte Etappe nicht mehr selbst in Angriff zu nehmen, da die Belastung der letzten Tage doch deutliche Spuren hinterlassen hatte. Die beiden genossen dafür den flair an der Strecke. Anwohner grillten gegenüber im Garten und hatten den Kieler RV schnell als persönliche Favoriten gewonnen. Es sollen auch Trinkflaschen gegen Würstchen getauscht worden sein O:-) 

Aus dem Zielsprint hielten sich Jan und Gregor großteils raus. Die Sturzserien der letzten Tage in Verbindung mit dem nicht allzu schweren Rennen ließen keine extreme Motivation aufkommen. Jakob fiel zwei Runden vor Schluss doch noch der Windkante zum Opfer, konnte bis dahin aber wertvolle Kilometer im großen Feld sammeln. 

Am Ende stehen der 4. Platz von Gregor auf der schweren Zeisigberg-Etappe, sowie sein 21. Gesamtrang (trotz Zeitverlust durch Sturz auf der 2. Etappe) zu buche. Dazu kommen jede Menge tolle Erfahrungen und Erinnerungen. Wir sind uns sicher, dass wir nächstes Jahr wieder dort am Start stehen wollen und uns als eins der wenigen Vereinsteams mit den "großen" messen wollen.

Von Gregor Hoops am 12.07.2022
Velocenter Kiel
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