Kieler Radsport Verein

Cyclocross in Neu Duvenstedt – ein Erlebnisbericht von Stan

Neues Rennen neues Glück war die Devise in Neu Duvenstedt. Neu war auch der Kurs, den die Büdelsdorfer rund um den Kastanienhof gezaubert haben. Begonnen hat der Tag fast schon routiniert, Rad einladen, Viktoria abholen, Adresse ins Navi und los geht’s. Schön früh da sein damit man/frau den Kurs noch ordentlich studieren kann. Kay und Bernhard waren auch schon da und die ersten Tipps wurden ausgetauscht. Die Stiege fahren oder doch lieber laufen. Nach einmal hoch fahren stand fest, im Rennen wird immer gelaufen. Keine Experimente auch wenn sie noch so verlockend sind...

Der Rest des Kurses war zwar zum Teil anspruchsvoll aber es gab nichts was mir im Renntempo Sorgen bereitet hätte. Also bei unseren Jüngsten bei der Siegerehrung beiwohnen und ordentlich klatschen. Arvid routiniert ganz oben am Podest und John und Henning mit den Plätzen sieben und acht. Jim wird in seiner Altersklasse fünfter. Weiter ging es mit dem Rennen von Bernhard. Hier noch einmal zu den schwierigen Passagen gehen und schauen wie die das im Renntempo fahren und natürlich Bernhard akustisch unterstützen. Wobei ich da nicht unbedingt der Beste bin, meist fiebre ich still mit den Protagonisten mit. Bernhard ist wie immer stark gefahren und hat einen vierten Platz auf der Habenseite verbuchen können. So jetzt ist es nicht mehr lange bis zu meinem Rennen, noch kurz den Start der Damen anschauen und dann richtig aufwärmen gehen. Wie ich dann zurück komme zur Startaufstellung für mein Rennen wundere ich mich kurz warum alle schon im Ziel sind und Viktoria noch fährt. Naja, selber schuld, wenn sie sich von den Elite – Damen nicht überrunden lässt. Also alles nach Plan, Viktoria hat den ersten Platz eingefahren und ist mit Streichresultaten in der Gesamtwertung auf den ersten Platz vorgerückt.

So endlich geht’s auch los für mich, Startaufstellung in Reihe zwei. Der Pfiff kommt und es geht los. Wie immer am Start erst einmal ein paar Plätze verloren. Also an ca. achter Stelle einreihen und im Rennen ankommen. Läuft ja eigentlich ganz gut – ich sammle Fahrer für Fahrer ein und auch jene mit denen ich sonst um die Plätze kämpfe sind bald überholt. Auch die Spitzenfahrer sind bald in Sichtweite. Ich reihe mich also als vierter in die Spitzengruppe ein und bin dezent verwundert was die da machen denn normal sehe ich die nur am Start und dann wieder im Ziel. Der Blick nach hinten bestätigt mir, dass der vierte Platz abgesichert ist. Damit wäre ich auf jeden Fall sehr zufrieden, also wieder Konzentration auf die Situation vor mir. Der Vergleich macht mich sicher, die kämpfen also auch nur mit Wasser und sind genau so am Limit wie ich. Und hier verschwimmt das Bild kurz, irgendwie habe ich mich wohl auf den dritten Platz vorgekämpft als mich ein Sturz des Zweitplatzierten auf den zweiten Platz spült. Sollte tatsächlich der Sieg möglich sein? Ich versuche den Führenden noch unter Druck zu bringen aber es ist nicht mehr weit ins Ziel und ich habe keine Chance mehr einen Angriff zu lancieren.

Wahnsinn, erste Podiumsplatzierung beim Stevens Cross Cup, ich kann es gar nicht glauben. So geht ein erfolgreicher Cross – Tag zu Ende und die kleine Fahrgemeinschaft tritt glücklich die Heimreise an. Zu erwähnen sind noch Kay der diesmal den neunten Platz einfährt und Johannes der ebenfalls einen zweiten Platz verbuchen kann. Aber getreu dem Motto: „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“, geht es in Elmshorn weiter.

Die Ergebnisse sind wie immer unter: http://www.cyclocross-nord.de zu finden.

Von Stan Gorkiewicz am 26.11.2018
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