Kieler Radsport Verein

Skoda Crossrennen am 5.11. im Vieburger Gehölz

Die Nordlichter am Nürburgring

Wenn sich die Schleswig-Holsteiner zusammen tun, dann kann das was werden! Zur 15. Austragung von „Rad am Ring“ haben sich Annika Kiesow & Viktoria Arndt vom Kieler RV, Cordula Neudörffer vom RSC Kattenberg und Svea Wenzel vom USC Kiel zusammen an das 24-Stunden-Rennen gewagt. Als eines von 17 reinen Frauenteams war die Konkurrenz überschaubar. Dass das Wochenende mit einem Platz auf dem Treppchen endete, war dennoch für alle ein toller Erfolg!

Nach einer Streckenbesichtigung bei bestem Wetter, einem gemeinsamen Frühstück und einem aufgestellten Schlachtplan waren wir bereit für die bevorstehenden 24 Stunden. Gemischt waren Vorfreude, Aufregung und Neugierde, wie die kommenden Stunden auf dem Rad verlaufen. Die Sonne schien in vollen Zügen und motivierte auf Anhieb zu sportlichem Engagement. Den Auftakt machte Svea und katapultierte uns sofort auf Platz 1. Als sich nach einigen Runden abzeichnete, dass wir hinter den beiden vom Bundesligateam dvelop cycle cafe Ladies gestellten Teams den dritten Platz immer weiter ausbauten, war der Renneifer geweckt. Die Teamtaktik wurde immer wieder angepasst, so dass wir möglichst schnell den 26,4km langen Kurs mit seinen 580 Höhenmetern Runde um Runde hinter uns bringen konnten. Eine große Hilfe dabei waren unsere beiden Helfer Adrian Rips und Stephan Sturm vom RSC Kattenberg, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen und für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Während auf der Strecke das Jedermannrennen lief, hängte man sich hier und da mal in den Windschatten, ließ sich bergauf von einem Hasen ziehen oder bergab die gemütlicheren Fahrer hinter sich. Bis zum Abend fuhr jeder eine Runde. Cordula startete einen Versuch, zwei Runden hintereinander zu fahren. Mit starken Rundenzeiten, auch in der zweiten Runde kaum Zeiteinbußen, war dennoch klar, dass zwei Runden im Renntempo zu hart sind.
Gegen Abend und in der Nacht wurde es ruhiger auf der Nordschleife, schließlich waren nur noch die 24h-Starter unterwegs. Aber die einsetzende Dunkelheit machte das Ganze noch eine Spur aufregender. Mit Licht ausgestattet ließen wir uns auch im Dunkeln bei angenehmen 17 Grad nicht von Geschwindigkeiten jenseits der 90km/h in den Abfahrten abhalten. Der Nervenkitzel konnte vor allem von einem ablenken: der Müdigkeit! An tiefen, erholsamen Schlaf war nicht zu denken, dank ausgeklügelter Taktik wurden in tiefster Nacht nur kurze Nickerchen eingelegt. Morgens verhalf ein wunderschöner Sonnenaufgang zu neuer Frische und die Rundenzeiten verkürzten sich wieder. Inzwischen lief die RTF und die Strecke wurde wieder voller. Bekannte Gesichter von den Kattenbergern, die uns zeitweise über die Strecke begleiteten, aber auch die ebenfalls erschöpften Blicke von Lars Neumann vom Kieler RV, der sich sogar als Einzelstarter durch die grüne Hölle kämpfte, und Gregor Hoops mit seinem Team munterten uns in den letzten kräftezehrenden Runden auf.

Bei der Siegerehrung war von der Erschöpfung nichts mehr zu merken, denn der Stolz war groß! Der Platz auf dem Podium war uns die beste Belohnung für unser grandioses Teamwork.

Wir blicken zurück auf ein Radsportwochenende voller Spaß, Schmerz und Freude und empfehlen jedem Radsportler dieses Radsporterlebnis selbst mitzuerleben!

Eure Annika & Viktoria

Ene schöne Ergänzung findet sich hier:

http://www.radsport-sh.de/news/details/datum/2017/08/10/4-nordlichter-wollen-es-wissen.html

 

Von Ian Hoesle am 03.08.2017
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